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Kulturmanagement:
Musik-, Tanz-, Theaterproduktionen
Tournee-, und Festivalorganisation
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Statement
Entscheidungskriterium für die Auswahl von Projekten ist für
mich, darauf zu schauen, was die Künstler an Potential und Kommunikation
mit dem Publikum anbieten und realisieren. Die Chance des Augenblicks
zu ergreifen, das Jetzt der sich gegenüberstehenden "Partner":
Kunstwerk und mitgestaltender Rezipient. Wo das bei Kunstwerken der
ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen mitunter elitären,
weil auf die Spitze getriebenen Charakter hatte (z.B. bei Schönberg),
ist das bei Zeitgenössischer Kunst viel zugänglicher - hier
wird aus dem Menschen und seiner Umwelt geschaffen, so von mir erlebt
bei Alain Platel (sowohl bei "Iets op Bach" als auch bei
"Allemaal Indiaan"), Robert Lepage ("The far Side of
the Moon"), Het Hans Hof Ensemble, extrem und fast befremdlich
in der Ausstellung "Sensation" in der Royal Academy of Arts
in London, um nur einige zu nennen.
Der Firmis der Kultur ist ein sehr dünner; nochmals verstärkt
nach dem 11. September, frage ich mich - wie wahrscheinlich jeder
Kulturschaffende - nach dem Sinn und Zweck unserer Arbeit. Meine Generation
hat hier nie Elend und Armut gekannt und demnach nicht oder nur in
Ausnahmesituationen die Gelegenheit bekommen, etwas Wirkliches über
uns zu erfahren. Eine Selbsterkenntnis, die aus Existenznot und Angst
geboren wird, trifft aber oft auf Realitätsebenen, wo der Künstler
als wirklicher Realist zu Hause ist. Deswegen ist er auch immer in
der Minderheit, weil er ja noch etwas hinzuzufügen hat - einen
Mehrwert. Dass dieser Mehrwert geistigen Ursprungs ist, davon bin
ich überzeugt. Einfach zu greifen ist das nicht - habe das aber
immer wieder erfahren, zuletzt z.B. bei "The Tragedy of Hamlet"
von Peter Brook, Nohspiele von Mishima, Sankai Juku oder in der Musik
von Alfred Schnittke.
Vor diesem Hintergrund Projekte auszuwählen und in ihrer Entwicklung
zu begleiten, dafür möchte ich in der Zukunft arbeiten.
Da in der freien Szene Neues oft einfach ausprobiert werden kann,
scheint das auch das Feld, wo ich meine Intentionen am ehesten realisieren
kann - durch welche Formen vermittelbar ist was ich oben meinte, könnte
ich nicht festlegen.Ich denke jedoch, dafür ein gewisses Gespür
entwickelt zu haben.
Jurriaan Cooiman
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